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Donnerstag, 29. Juli 2010
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Informationen • Therapieansätze



Untrennbar mit der Person des Therapeuten verbunden


Es gibt zahlreiche Konzepte für Stottertherapien- sie lassen sich aber grob in Hinblick auf die Modifikation des Sprechens in zwei Ansätze unterscheiden: global und lokal.

Globale Ansätze
Der Stottertherapeut vermittelt eine Sprechtechnik, die das gesamte Sprechen verändern, damit weniger oder gar kein Stottern mehr auftritt.
Die Sprechtechnik automatisiert sich zwar zunehmend, es ist aber weiterhin eine ständige Kontrolle des Sprechens erforderlich.

Lokale Ansätze
Der Stottertherapeut vermittelt eine Sprechtechnik, die nur eingesetzt wird, sobald ein Stotterereignis auftritt.
Eine Kontrolle ist also nur bei den Wörten erfoderlich, bei denen Stottern auftritt.

Im Sinne der ICF-Philosophie sollten beide Ansätze auch die psychosozialen Aspekte des Stottern mit einbeziehen.

Aus Sicht der ivs geht es nicht so sehr um die Frage: "Welcher Ansatz ist wirksam (er)?, sondern um die Frage:

Wer therapiert mit welchem Ansatz wirksam?

Die Wirksamkeit ist - neben dem Ansatz oder die Methode, vor allem ahhängig davon, wie sehr der Stottertherapeut von seinem Ansatz überzeugt ist, von der Persönlichkeit des Stottertherapeuten und nicht zuletzt von der der therapeutischen Beziehung zwischen dem Klienten und dem Stottertherapeuten.

Therapie für stotternde Kinder
Eine Stottertherapie kann schon bei Kindern im Alter ab ca. 2 Jahren sinnvoll sein.
Je jünger ein Kind, desto weniger ist die Vermittlung einer Sprechtechnik notwendig oder sinnvoll.
Stattdessen stehen die Föderung der biopsychosozialen Kompetenzen des Kindes und eine Elternberatung zur Entlastung und Unterstützung im Vordergrund.

 Literatur