Fortbildung • ivs-Werkstattgespräche Archiv
Die Berichte über die ivs-Werkstattgepräche der letzten Jahre
können Sie sich als PDF herunterladen:
ivs-Werkstattgespräche 2009
ivs-Werkstattgespräche 2008
ivs-Werkstattgespräche 2007
ivs-Werkstattgespräche 2006
ivs-Werkstattgespräche 2005ivs-Mitglieder können sich Fotos von den ivs-Werkstattgesprächen ansehen und herunterladen. Für den Zugang ist ein Passwort notwendig, das auf Anfrage zugesendet wird.
Passwortgeschützter Zugang zu den Fotos19. ivs-Werkstattgespräche 2009
- Emotionale, sprachliche und umweltbezogene Einflüsse auf das kindliche Stottern: Diagnostik und Therapie; Prof. Dr. Edward G. Conture, Ph. D., Nashville T.N. USA
- 20 Jahre ivs, Vortrag von Susanne Gehrer, ivs-Vorsitzende
- 20 Jahre Stottertherapie, Vortrag von Dr. Stephan Baumgartner, Mitglied der ivs-Zertifizierungs-kommission
- ivs-Leitlinien: Qualifikation von Stottertherapeuten - "Quo vadis ivs?", Vortrag von Stephan Blind, ivs-Vorstand
- anschl. Diskussion, Moderation: Horst M. Oertle, ivs-Ehrenmitglied
- Elterntraining und Ermutigung nach dem Schoenaker/Broder-Konzept in der Therapie des kindlichen Stotterns, Annette Jung-Schif
- Funktionales Stimmtraining, Annette Bostelmann
- Therapie des Polterns, Yvonne van Zaalen op't Hof
- Intervision
Ein Bericht von Susanne Cook
ivs-Vorsitzende
Die Werkstattgespräche 2009 fanden wieder im Hotel Rhön Residence in Dipperz-Friesenhausen statt. In diesem Jahr gab es anlässlich des 20. Jubiläums der ivs ein besonderes Programm und eine Rekordteilnehmerzahl von 51 Teilnehmern.
Neue Studien im Bereich Kindliches Stottern
Der erste Workshop am Freitag wurde von Edward Conture gestaltet. Edward Conture ist Professor an der Vanderbilt Universität in Nashville Tennessee und dort ebenfalls Direktor des Departmens für Hör- und Sprechstörungen. Er forscht schon seit 1971 zum Thema Sprechunflüssigkeiten und kindlichem Stottern und ist Autor vieler Fachartikel und Bücher. Er hat uns zum Thema Emotionale, sprachliche und umweltbezogene Einflüsse auf das kindliche Stottern: Diagnostik und Therapie umfassend über seine Studien berichtet. Wir bekamen einen Einblick in seine aktuelle Forschungsarbeit bei der er uns zum Beispiel an Hand einiger Fallbeispiele das von ihm entwickelte „Duale Diathese-Stress-Modell“ darstellte. Des Weiteren berichtete er über Therapieintervention für Kinder und Jugendliche an der Vanderbilt Universität.
Jubiläumsfeierlichkeiten
Am Samstagvormittag begannen die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem von Susanne Gehrer kurzweilig gestalteten Rückblick auf 20 Jahre ivs. Bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie 1978 gab es eine AG „Behandlung des Stotterns“. Hieraus entwickelte sich der „Arbeitskreis der Therapeuten Stotternder“, welcher von 1979 bis 1989 regelmäßig zusammenkam und ähnlich wie bei den heutigen Werkstattgesprächen fanden auch damals Workshops und Vorträge zum Thema Stottern statt. Im März 1989 kam es dann zur Idee, einen Verein für Stottertherapeuten zu gründen und am 20. November 1989 wurde die „Interdisziplinäre Vereinigung für Stottertherapie e.V.“ im Kloster Schöntal gegründet. Zweck des Vereins ist es, die Versorgung Stotternder zu verbessern und die Abgrenzung der einzelnen Berufsgruppen aufzulösen. Zudem sollten Ressourcen und Kenntnisse aus den einzelnen Fachrichtungen für alle nutzbar gemacht werden
(Satzung vom 20.11.1989). Die Satzung wurde ergänzt durch die Fort- und Weiterbil-dungsordnung. „Ein wesentliches Anliegen bei der Gründung der ivs war es, durch Fort- und Weiterbildungsangebote zum Thema Stottern langfristig zu einer erhöhten Qualifikation der StottertherapeutInnen beizutragen.”
Es gab 25 Gründungsmitglieder und der erste Vorstand setzte sich aus Horst M. Oertle (1. Vorsitzender), Ursula de Vries (2. Vorsitzende), Stefan Siewing (Schriftführer) und Jutta Cornelißen-Weghake (Kassenwart) zusammen.
Seit 1990 fanden einmal jährlich Werkstattgespräche statt und insgesamt 6 Stotterkonferenzen.
Insgesamt ist die Zahl der Mitglieder der ivs in den letzen 20 Jahren von 25 auf 127 angestiegen und mit der Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt in Richtung der in der Satzung
verankerten Ziele gegangen worden.
Anschließend beleuchtete Dr. Stephan Baumgartner die Entwicklungen in der Stottertherapie in den vergangenen 20 Jahren. Er setzte sich kritisch mit gängigen Therapieansätzen und den dazu gehörigen Forschungen auseinander und beschrieb ebenfalls die Arbeit und Ziele der ivs und deren Mitglieder in Relation zu den heutigen Standards.
Eine Zusammenfassung seines Vortrags senden wir im Anhang.
Der folgende Vortrag zu den ivs-Leitlinien über die Qualifikation von Stottertherapeuten wurde von Stephan Blind gehalten, welcher für die erkrankte Prof. Dr. Claudia Iven kurz-fristig eingesprungen war. Die ivs-Leitlinien orientieren sich stark an der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF), welche von der Weltgesundheitsorganisation 2001 verabschiedet wurde und als Konzept der Rehabilitation gesetzlich verbindlich ist. Stephan Blind gab den Anwesenden einen Überblick über ICF-basiertes Handeln in der Therapie von Redeflussstörungen, wie es auch in den ivs-Leitlinien verankert ist, sowie auch einen Ausblick, darüber, wie durch die Leitlinien die Arbeit der ivs weiter geführt werden kann
Der Vormittag wurde mit einer von Horst M. Oertle geleiteten Diskussion im Plenum abgeschlossen, in welcher deutlich wurde, dass dringender Bedarf an geeigneten, für den deutschen Sprachraum validierten und standardisierten Diagnostikinstrumenten besteht.
Zudem wurde die Durchführung eines möglichen Hauptlaufes des Projektes PEVOS diskutiert.
Workshops
Am Samstagnachmittag wurden verschiedene Workshops durchgeführt.
Annette Jung-Schif gab einen Einblick in das Elterntraining und Ermutigung nach dem Schoenaker/Broder-Konzept in der Therapie des kindlichen Stotterns. Zunächst wurden theoretische Bausteine des Konzeptes vermittelt und im Anschluss daran die praktische
Umsetzung des Trainings gezeigt.
Der Workshop Funktionales Stimmtraining von Annette Bostelmann beschäftigte sich mit der Rolle der Stimme für den Therapeuten/die Therapeutin. Verschiedene praktische Übungen verhalfen den Teilnehmern ihre eigenen Klangräume zu erfahren.
In einem weiteren Workshop stellte Yvonne van Zaalen op’t Hof ihre Forschungsergebnisse zur Diagnostik des Polterns dar. Hier wurden Therapiekonzepte für phonologisches und syntaktisches Poltern aufgezeigt und einzelne Übungen von den Teilnehmern auch direkt ausprobiert. Unterstützend wurden zwei Computerprogramme – Praat und Goldwave – vorgestellt und eingesetzt, welche zur Steigerung der Motivation der Patienten sehr gut geeignet sind. Diese Programme können kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden.
Eine vierte Workshop-Gruppe fand sich zur Intervision im Sinne der kollegialen Beratung zusammen. Hier gab es die Möglichkeit, sich mit Kollegen über im Praxisalltag anfallende Fragen auszutauschen und verschiedene Fälle gemeinsam zu erörtern. Die regelmäßige Teilnahme an einer Intervision oder Supervision ist ein wichtiger Bestandteil der ivs-Leitlinien und für zertifizierte StottertherapeutInnen (ivs) verbindlich. Bei den Werkstattge-sprächen wird jedoch auch nicht-zertifizieren StottertherapeutInnen die Möglichkeit gege-ben, an der Intervision teilzunehmen, die zum festen Bestandteil der Workshopangebote während der Werkstattgespräche werden soll.
Ein herzliches Dankeschön nochmals an alle Referentinnen und Referenten für sehr interessante und lehrreiche Vorträge und Workshops!
Am Samstagabend konnte dann die Party starten. Los ging es mit dem Sektempfang, mu-sikalisch unterlegt von DJ Mike. Nachdem wir alle gemeinsam auf die vergangenen 20 Jahre angestoßen haben, übernahm das Improvisationstheater Improviant die Bühne. Danach gab der Vorstand einen Rap zum Besten, mit dem eingängigen Refrain „Stottern – ivs, Stottern – ivs“. Tosender Beifall belohnte die Rapper und danach war die Tanzfläche eröffnet. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.
Überblick über die bisherigen ivs-Werkstattgespräche
19. ivs-Werkstattgespräche 2008
- Mutismus
- Transaktionsanalyse
- Alexander Technik
- Poltern
18. ivs-Werkstattgespräche 2007
- Szenische Improvisation - Workshop
- Diagnostik und Therapie von stotternden Kindern im Vorschulalter
- Das Therapiekonzept für stotternde Kinder und Jugendliche in der Rehaklinik Thalheim
- Profil zur Selbstbeurteilung mit den Rating-Skalen von Wright und Ayre für den Therapieverlauf und die Therapieevaluation (WASSP)
- Differenzialdiagnose: Kindliches Stottern oder kindliche Sprechapraxie?
17. ivs-Werkstattgespräche 2006
- Alltagstauglichkeit von Therapien des Stotterns im Erwachsenenalter
- Der Provokative Ansatz in der Therapie und Beratung
- Stottern im Spiegel der ICF
16. ivs-Werkstattgespräche 2005
- Poltern – neue Handlungsansätze für die Therapie
- „Stottertherapie? Kein Bock!“ Gruppentherapie mit frustrierten Jugendlichen zwischen 12 und 16
- Therapie für stotternde Erwachsene nach „CHARLES VAN PERLS“
15. ivs-Werkstattgespräche 2004
- Logopädie und Erlebnispädagogik am Beispiel einer Stotterintensivtherapie – „Sommer Segeln Stottern“
- Poltern – Theorien, Diagnostikverfahren, neue Handlungsansätze für die Therapie
- Erlebnisaktivierende Methoden zur Integration in die Stottertherapie
14. ivs-Werkstattgespräche 2003
- Das Lidcombe Programm – ein Verfahren zur Behandlung von Stottern im Vorschulalter
- Der Sprechdrang als zentrales Merkmal des Stotterns
- Selbstwertgefühl und Selbstbehauptung bei Stotternden Kindern
- Wie viel Psychologie steckt im Stottern?
13. ivs-Werkstattgespräche 2002
- Körpersprache als Ausdruck von Geist und Seele – Nutzen in der Therapie!?
- Stottern: direkt angehen – indirekt bearbeiten? Märchenhafte Erzählungen für stotternde Kinden
- FluencyMeter – Die quantitative Stotterdiagnostik
- Elternberatung, wenn das Kind stottert - `Know how and skills´
12. ivs-Werkstattgespräche 2001
- Aktuelle Stottertherapiekonzepte und neue Strömungen in der Gesundheitspolitik
- Körperarbeit
11. ivs-Werkstattgespräche 2000
- Erzählen - Spielen -Gestalten
- Ressourcenorientiertes Märchenerzählen
10. ivs-Werkstattgespräche 1999
- Direkte Intervention bei stotternden Kindern (4-6 Jahre)
- Komorbidität bei Stottern - Konsequenzen für die Therapie
- Jugendliche Intensiv-Intervall-Therapie
9. ivs-Werkstattgespräche 1998
- Stimme in Bewegung
- Humor und Provokation in der Therapie bei Stottern
8. ivs-Werkstattgespräche 1997
- 3,5-wöchige Intensivtherapie bei Stottern unter Zuhilfenahme des Computerprogramms „Dr. Fluency“
7. ivs-Werkstattgespräche 1996
- Sensomotorische Stotterforschung
- Psychodrama
6. ivs-Werkstattgespräche 1995
- Therapie mit Schulkindern
- Stottertherapie-Effektivitäts-Meßinstrument
- Merkmale qualitativer Stottertherapie
- Niederfrequente Langzeittherapie
5. ivs-Werkstattgespräche 1994
- Hypnotherapie
4. ivs-Werkstattgespräche 1993
- Das Webster-Programm
- Rollenspiel in der Stottertherapie
- Ein Programm zur Elternberatung bei Laut-, Silbenwiederholungen, beginnendem und chronischem Stottern bei Vorschul- und Grundschulkindern
- Das Demosthenes-Forum
3. ivs-Werkstattgespräche 1992
- Stottern in der Ausbildung
- Stationäre und/oder Intervall-Therapien
2. ivs-Werkstattgespräche 1991
- Einführung in das Konzept der Gestalttherapie
- Gestalttherapie in Aktion und Transfer in die Praxis
1. ivs-Werkstattgespräche 1990
- Elternarbeit und direkte/indirekte Therapie bei stotternden Vorschulkindern
- Therapie bei stotternden Schulkindern und Jugendlichen


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