Fortbildung • ivs-Stotterkonferenz Archiv
Den Bericht der letzten ivs-Stotterkonferenz im Mai 2007 können Sie sich als PDF herunterladen:
Bericht über die ivs-Stotterkonferenz 2007Überblick über die bisherigen ivs-Stotterkonferenzen
Aktuelle Themen aus Forschung und Praxis
1. ivs-Stotterkonferenz
14.09 - 15.09.90 in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Unterschiedliche Therapiemethoden des Stotterns und
Entwicklungen in der Therapie des Stotterns - Vergleich zwischen Ost und West
2. ivs-Stotterkonferenz
15.05. - 17.05.92 in Germershausen
Ist Stottern verhinderbar? Prävention
3. ivs-Stotterkonferenz
04.06. - 05.06.94 in Darmstadt
Stottern und Schule
4. ivs-Stotterkonferenz
22.02 - 23.02.97 in Darmstadt
Stottern und Familie Hilfen - Lösungswege - Chancen.
5. ivs-Stotterkonferenz
27.02 - 28.02.99 in Darmstadt
Die gesellschaftliche Dimension des Stotterns
6. ivs-Stotterkonferenz
05.05.07 in Dortmund
6. ivs-Stotterkonferenz am 05.05.07 in Dortmund.
Ein Bericht von Susanne Winkler, 1. ivs-Vorsitzende

Die 1. Vorsitzende der ivs, Susanne Winkler, begrüßt die Teilnehmer der 6. Stotterkonferenz.
Am 05. Mai 2007 fand in Dortmund die 6. Stotterkonferenz der ivs unter dem Titel "Die gesellschaftliche Dimension des Stotterns" statt.
Im 18. Jahr nach der Gründung der Interdisziplinären Vereinigung für Stottertherapie e.V. (ivs) wurde die Tradition der ivs neben den jährlichen "Werkstattgesprächen" für die Mitglieder auch eine öffentliche Konferenz zu veranstalten, nach 7-jähriger Pause wieder fortgesetzt.
Die letzte Stotterkonferenz fand unter dem Titel "Stottern und Familie" in Darmstadt statt.
Die 6. Stotterkonferenz in Dortmund stieß auf großes Interesse.
141 Teilnehmer zählten der ivs-Vorstand unter dem Vorsitz von Susanne Winkler und das Organisationsteam aus den Reihen der ivs-Mitglieder mit Stephan Blind, Angela Nelde und Robert Meyer.
Teilnehmer waren Logopäden, Sprachheilpädagogen, Ärzte, Psychologen, Lehrer, Studierende, Betroffene und Eltern von stotternden Kindern.
Der Vormittag umfasste sehr unterschiedliche Vorträge, die die gesellschaftliche Dimension des Stotterns in verschiedenen Kontexten beleuchteten: In Schule, Alltag und in der Therapie.
Zu Wort kamen sowohl namhafte Experten wie z.B. Frau Dr. Katja Subellok und Frau Prof. Dr. Nitza Katz-Bernstein als auch Betroffene, die sich in der Selbsthilfe und Öffentlichkeitsarbeit engagieren.
Themen waren Stottern als Herausforderung, Bullying, Einstellung von Lehrern gegenüber stotternden Schülern, Thematisieren des Stotterns in der Schule, das Modellprojekt einer Elterninitiative im Saarland und die ICF (Internationale Klassifizierung für Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) der WHO (Weltgesundheitsorganisation).
So entstand ein vielseitiger Eindruck von der Situation stotternder Menschen in Schule, Alltag und Therapie.
Der Nachmittag war ausgefüllt durch die Vorstellung von verschiedenen Therapiekonzepten.
Die Therapeuten, Experten auf dem Gebiet der Stottertherapie, präsentierten und diskutierten ihre Konzepte in kleinen Gruppen.
Den Schluss der 6. Stotterkonferenz bildete eine Diskussion unter der Leitung des ivs-Gründungsmitgliedes Herrn Horst M. Oertle, an dem sowohl ein Teil der Referenten des Vormittages als auch das Publikum regen Anteil nahmen.
Wir können durch therapeutische Interventionen oft die Symptomatik des Stotterns wesentlich ändern, aber nicht vollständig. - Was wir aber immer ändern können, sind die Einstellungen, die Perspektiven und den Umgang mit stotternden Menschen.
In diesem Sinne haben wir uns über das große Interesse an dieser 6. Stotterkonferenz sehr gefreut.
Veranstaltungen wie diese Stotterkonferenz sind wichtig, um über Stottern zu informieren und aufzuklären mit dem Ziel der Partizipation und der Verbesserung der Lebensqualität von stotternden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Vielen Dank an alle Referentinnen und Referenten für ihre interessanten Vorträge.
Ebenso geht der Dank an die Therapeutinnen und Therapeuten für die Präsentation und Diskussion ihrer Therapiekonzepte.
Danke auch an Horst Oertle für die kompetente Moderation der Abschlussdiskussion unter der Thema "Forderungen an die Gesellschaft - Forderungen der Gesellschaft".
Ein besonderes Dankeschön gilt dem Organisationsteam dieser Stotterkonferenz Stephan Blind, Angela Nelde und Robert Meyer!
Die gesellschaftliche Dimension des Stotterns - Vorträge
Stottern - gesellschaftliches Problem oder Herausforderung?
Michael Winkler
Stottottottertrottel - Bullying und Stottern
Eine Untersuchung von stotternden Schulkindern und ihren Eltern
Dr. Katja Subellok / Prof. Dr. Nitza Katz-Bernstein
Einstellung und handlungsbezogene Kognitionen bei Lehrer/-innen gegenüber stotternden Schüler/-innen
Claudia Spindler
Stottern und Schule - Die Neugierde der Anderen ist die Quelle meiner Kraft
Marianne Engelken
Modellprojekt Saarland - Wie werden wir dem Stottern besser gerecht?
Dr. Matthias Kremer
ICF - Die gesellschaftliche Dimension des Stotterns
Martina Rapp
Aktuelle Therapiekonzepte
Kinder dürfen stottern (Mini-) KIDS
Dr. Patricia Sandrieser / Peter Schneider
Bausteinorientierte Sprach- und Kommunikationstherapie mit stotternden (Vor-)Schulkindern
Dr. Bernd Hansen / Prof. Dr. Claudia Iven
Stotterer-Selbst-Management-Programm (SSMP)
Marianne Engelken / Carolin Forstreuter
Stotterintensivtherapie "Sommercamp Hessen" für Kinder und Jugendliche
Susanne Rosenberger
Kasseler Stottertherapie (KST)
Dr. Alexander W. v. Gudenberg
Intensive Stottertherapie für Erwachsene
Marita Reinartz
Abschlussdiskussion
Stottern - Gesellschaft - Therapie
Forderungen an die Gesellschaft - Forderungen der Gesellschaft
Moderation: Horst M. Oertle


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